Fallpauschalen führen zur Unterfinanzierung von Spitälern, vor allem im öffentlich-rechtlichen Bereich. Damit kann das Ziel, 100 öffenliche Spitäler in der Schweiz zu schliessen, erreicht werden. Das Problem: die Fallpauschalen bilden 48% der Kosten ab. Die Kostenrisiken für die Behandlung teurer Patienten (hohe Kosten pro Fall oder längerer Hospitalisationsbedarf) liegen damit zu 52% beim Spital. Es ist nicht zu erwarten, dass diese Kosten durch die Politik künftig fair abgegolten werden.
Aufgrund der neuesten OECD Daten für das Jahr 2007 verfügen wir über lediglich 3.5 Spitalbetten pro 1000 Einwohner (Vergleich Deutschland: 5.7 Spitalbetten pro 1000 Einwohner, siehe auch pdf OECD Heatlh at a glance 2009). Zudem ist die Bettenbelegung im Akutbereich mit 85.2% eine der höchsten weltweit. Diese Zahlen belegen die Notwendigkeit für die Erhaltung der Bettenzahlen in der Schweiz.
Die Forderung nach Schliessung von 100 Spitälern in der Schweiz steht demgegenüber etwas quer in der Realität. Empirische Studien, z.B. zur Korrektheit von Spitalbettenbelegungen anhand eines Tageszensus scheinen nicht zu existieren.
Wird die Schliessung von 100 Spitälern in der Schweiz als politisches Ziele erreicht, droht ein Bettenmangel im Akutbereich. Folge ist eine Verlängerung von Wartezeiten; dies kann zu einer medizinischen Unterversorgung und damit zu einem Ansteigen von Krankheitsfällen und Sterbefällen führen.
Da die Begleitforschung zur Erfassung von solchen negativen Auswirkungen weder formuliert noch finanziert, geschweige denn gesetztlich verankert ist, muss davon ausgegangen werden, dass die Patientensicherheit in diesem Lande nicht mehr im bisherigen Mass gewährleistet ist.
Die Webseite "Spitalsterben" macht auf dieses Problem aufmerksam und gibt Ihnen die Möglichkeiten, dagegen etwas zu unternehmen. Lesen Sie weiter auf der Website