Wie in der NZZ vom 12.12.2009 zu lesen war, möchte der CEO der Swiss DRG nun die Fallpauschalen auf die Ambulatorien ausdehnen. Die erhoffte Querfinanzierung der bereits heute finanziell drangsalierten Spitäler über ambulante Patienten wäre dann Geschichte, Spitalsterben wäre dann wirklich unausweichlich.
Dieser Angriff auf die Finanzierbarkeit existierender öffentlicher Spitäler ist ernst zu nehmen.
Eine ebenfalls von Conti vorgeschlagene duale Finanzierung der Spital-Ambulatorien wird die unzumutbare Prämienlast in der Grundversicherung entschärfen und damit die zweite Auflage der Einheitskassen-Initiative obsolet machen. Die undurchsichtigen Fallpauschalen-Kreationen der Medizinal-Bürokraten, ob für das Spital oder ausgedehnt auf die Ambulatorien, werden den vom Gesundheitswesen generierten Mehrwert und damit die Patientensicherheit in der Unterschicht schwächen – zugunsten der Reichen in der Schweiz und gerade dort, wo die Erhaltung der Qualität und Rechtzeitigkeit der Intervention die höchsten Kosteneffizienz aufzuweisen hat. Es bleiben den nicht an Gewinnmaximierung im Gesundheitswesen Interessierten noch zwei Jahre, die Einführung der Fallpauschalen zu verhindern.